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Projektwoche Jahrgang 6 Zeitungsbericht kleinBILDUNG - 150 Schüler beteiligen sich am Pilotprojekt „Herausforderung Leben im Klimawandel“

Bericht in der WZ vom 04.09.2019

An fünf außerschulischen Lernorten wird experimentiert und getüftelt. Die Ergebnisse halten die Schüler in einer Ausstellung fest.

WILHELMSHAVEN. Die Probleme der heutigen Zeit sind mitunter sehr komplex: Klimawandel, Energieversorgung, globaler Wandel und Ungerechtigkeit oder ungehemmtes Wirtschaftswachstum. Damit die Gesellschaft – vor allem auch Heranwachsende – besser darauf vorbereitet ist, bedarf es des Zusammenspiels verschiedener Perspektiven. Darum geht es auch im Projekt „Herausforderung Leben im Klimawandel“ der Universität Oldenburg in Kooperation mit fünf außerschulischen Lernorten der Region.

 

Spielerisch und experimentell gehen in dieser Woche rund 150 Schüler vom Neuen Gymnasium, der Franziskusschule, der Integrierten Gesamtschule und der Kooperierten Gesamtschule Rastede verschiedenen Themen auf den Grund. Mit diversen Angeboten beteiligen sich das Küstenmuseum, das Wattenmeer-Besucherzentrum, der Lernort Technik und Natur, das Regionale Umweltzentrum Schortens sowie der Botanische Garten am Projekt.

Die Klassen besuchen täglich im Wechsel einen dieser Lernorte, um zu erfahren, welche Faktoren in Sachen Klima und Umwelt zusammenhängen. „Das Gute ist, dass sich die Lernorte mit unterschiedlichen Perspektiven dem gleichen Thema widmen“, sagte Michael Komorek von der Universität Oldenburg.

Die Angebote sind dabei sehr verschieden. Nachdem Schüler einer 6. Klasse der Franziskusschule am Montag am Lernort Technik und Natur ein kleines Solarboot planten, mit Hilfe einer Software konstruierten und anfertigten, ging es gestern im Botanischen Garten darum, wie der Klimawandel das Verhältnis von Pflanzen und Böden an der Küste beeinflusst.

Unter Leitung von Conny Perschmann, Laura Verbeek (beide grün & bunt) sowie Dr. Sigrid Heider, Leiterin des Botanischen Gartens, experimentierten sie mit Klei, Sand und Wasser sowie mit Pflanzen und ihren Wurzeln. „Wir haben beispielsweise nassen Sand und Klei auf Backpapier gegeben und für etwa eine Stunde in den Backofen geschoben. Während der Sand nur trocken wurde, ist der Klei richtig fest geworden“, schildert eine Schülerin ihre Erfahrungen. Zudem stellte eine weitere Gruppe fest, dass die Pflanzen verschiedene Wurzeln haben, von denen „Modder mal leichter und mal schwerer abzulösen ist“.

Das besondere an dieser Projektwoche ist neben den verschiedenen Erkenntnissen, die die Schüler sammeln, dass sie durch Studenten der Universität Oldenburg auch wissenschaftlich begleitet werden. „Damit erhalten wir ein unabhängiges Feedback über unsere Arbeit und die Studierenden können für ihre Bachelor- oder Masterarbeit recherchieren“, erklärte Heider.

Michael Komorek und Christin Sajons (Uni Oldenburg) zeigten sich bereits am zweiten Tag begeistert. „Es handelt sich um ein Pilotprojekt, in dem verschiedene außerschulische Lernorte, die bereits gute Arbeit verrichten, ihre Kompetenzen in einem gemeinsamen Netzwerk vermitteln und Zusammenhänge aufzeigen. Sie ergänzen sich, stehen auch mal im Widerspruch zueinander und werfen neue Fragen auf. Aber gerade das zeigt ja, wie komplex die Herausforderungen sind, denen wir in Zeiten des Klimawandels in der Region und global gegenüberstehen“, so Komorek, der sich vorstellen könnte, dass künftig auch Klassen außerhalb solcher Projektwochen diese Angebote nutzen können: „Vielleicht auch ein Angebot für Schulen, die in der Region auf Klassenfahrt sind und Bildungsangebote in ihr Programm aufnehmen möchten.“

Den Abschluss dieser Woche bildet am Freitag eine Reflexion in der jeweiligen Schule. „Ziel ist es, dass die Schüler die Komplementarität der Angebote rekonstruieren und feststellen, wer welchen Anteil an der Verstärkung des Klimawandels hat und wie man die Herausforderungen annehmen und sich ihnen stellen kann“, sagte Sajons. In Form einer Ausstellung sollen die Erkenntnisse auch anderen Schülern präsentiert werden. Finanziell unterstützt wird das Projekt von der Niedersächsischen Bingo-Umweltstiftung.

Projektwoche Jahrgang 6 Zeitungsbericht

Projektwoche Jahrgang 6 Kuestenmuseum

Projektwoche Jahrgang 6 Lernort